Dienstag, 5. Februar 2013
Mein erstes Stattgespräch
naim tan, 15:46h
Eigentlich möchte man gar nicht darüber nachdenken. Nur schweigen.
Ja, schweigen.
Schweigen ist bei solchen Themen immer ganz hilfreich. Man kann doch auch nicht über alles nachdenken, sich über alles und jeden unterhalten. Außerdem: Reden ist Silber, schweigen ist Gold.
Aber?!
Aber eigentlich ...
... eigentlich muss man dazu etwas sagen, nein, eigentlich muss man ...
... muss man ...
handeln.
Ja.
Also das, das, worüber da gestern im Fernsehen, im ARD, berichtet wurde ("Der Apple-Check", 20:15 Uhr), das ist ungeheuerlich.
Das is ... is ...,
Ja. Die Firma Apple, also die mit den tollen Computern, also ...
die beuten die Mitarbeiter total aus.
Für 'n Euro pro Stunde schrauben die die Computer zusammen. Da in China. 12 Stunden müssen die mindestens arbeiten, um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen. Pooh, Wahnsinn.
In so einem Apple-Computer stecken gerad' mal 6,- € Arbeitslohn drin ... 6,- € ... man.
Und wir "aufgeklärten" Konsumenten helfen bei dieser Ausbeutung kräftig mit. Wahnsinn.
Wahnsinn!
Wir helfen mit, weil wir schweigen, weg schauen und nicht darüber nachdenken. Weil wir es nicht hören wollen.
Dafür spenden wir dann lieber abundan "großzügig" etwas, um unser Gewissen zu erleichtern. Oder eine Bekannte von mir ... ja ... ja ... genau ...
die hat eine, so 'ne Kinderpartnerschaft in Afrika. Da spendet sie jeden Monat was, ... um einem Menschen zu helfen, "einem", um dann andere, "viele", beruhigt, guten ... besseren Gewissens, verelenden zu lassen.
Was ist das für ein krankes Wirtschaftssystem?
Was ist das für ein krankes Denken ... Handeln?
Ja, was für eine kranke Gesellschaft?
Krank? - Ja, ... ein interessanter Begriff dafür.
Und der "Christ" in uns? Was sagt der? Hat der nicht Fragen?
Naja, eigentlich wacht er ja nur hin und wieder mal in uns auf ... bei den meisten zumindest ... ok, ... bei vielen. Zu den üblichen Anlässen halt. Bei solchen Sachen halt nicht.
Aber bin ich jetzt besser, ich, der ich diesen Text hier auf einem PC schreibe, auf einem NoName-PC, einem selbst zusammen gestellten/gebauten PC? Also keinem "Apple".
NEIN!
Nein, ich bin genauso schlecht. Nicht nur, weil ich noch einen zweiten Rechner, ein MacBook habe, sondern, weil ich "im Prinzip" genauso bin. "Im Prinzip" wohlgemerkt, weil es dieses Prinzip des Wegschauens, des kranken Systems an ganz vielen Stellen gibt.
Ok, mein Denken hat sich in den letzten Jahren stark verändert; auch mein Handeln. Weil ich hin schaue, weil ich versuche zu verstehen. Weil ich mich ändern möchte.
Und der Inhalt dieses Textes, der zeugt doch davon, dass ich bei mir angefangen bin.
Und wenn jeder bei "sich" an fängt, nur ein kleines Stück, nur dann ...
... ja dann könnte sich etwas ändern.
Aber nur dann!
Einen schönen guten Tag.
Ja, schweigen.
Schweigen ist bei solchen Themen immer ganz hilfreich. Man kann doch auch nicht über alles nachdenken, sich über alles und jeden unterhalten. Außerdem: Reden ist Silber, schweigen ist Gold.
Aber?!
Aber eigentlich ...
... eigentlich muss man dazu etwas sagen, nein, eigentlich muss man ...
... muss man ...
handeln.
Ja.
Also das, das, worüber da gestern im Fernsehen, im ARD, berichtet wurde ("Der Apple-Check", 20:15 Uhr), das ist ungeheuerlich.
Das is ... is ...,
Ja. Die Firma Apple, also die mit den tollen Computern, also ...
die beuten die Mitarbeiter total aus.
Für 'n Euro pro Stunde schrauben die die Computer zusammen. Da in China. 12 Stunden müssen die mindestens arbeiten, um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen. Pooh, Wahnsinn.
In so einem Apple-Computer stecken gerad' mal 6,- € Arbeitslohn drin ... 6,- € ... man.
Und wir "aufgeklärten" Konsumenten helfen bei dieser Ausbeutung kräftig mit. Wahnsinn.
Wahnsinn!
Wir helfen mit, weil wir schweigen, weg schauen und nicht darüber nachdenken. Weil wir es nicht hören wollen.
Dafür spenden wir dann lieber abundan "großzügig" etwas, um unser Gewissen zu erleichtern. Oder eine Bekannte von mir ... ja ... ja ... genau ...
die hat eine, so 'ne Kinderpartnerschaft in Afrika. Da spendet sie jeden Monat was, ... um einem Menschen zu helfen, "einem", um dann andere, "viele", beruhigt, guten ... besseren Gewissens, verelenden zu lassen.
Was ist das für ein krankes Wirtschaftssystem?
Was ist das für ein krankes Denken ... Handeln?
Ja, was für eine kranke Gesellschaft?
Krank? - Ja, ... ein interessanter Begriff dafür.
Und der "Christ" in uns? Was sagt der? Hat der nicht Fragen?
Naja, eigentlich wacht er ja nur hin und wieder mal in uns auf ... bei den meisten zumindest ... ok, ... bei vielen. Zu den üblichen Anlässen halt. Bei solchen Sachen halt nicht.
Aber bin ich jetzt besser, ich, der ich diesen Text hier auf einem PC schreibe, auf einem NoName-PC, einem selbst zusammen gestellten/gebauten PC? Also keinem "Apple".
NEIN!
Nein, ich bin genauso schlecht. Nicht nur, weil ich noch einen zweiten Rechner, ein MacBook habe, sondern, weil ich "im Prinzip" genauso bin. "Im Prinzip" wohlgemerkt, weil es dieses Prinzip des Wegschauens, des kranken Systems an ganz vielen Stellen gibt.
Ok, mein Denken hat sich in den letzten Jahren stark verändert; auch mein Handeln. Weil ich hin schaue, weil ich versuche zu verstehen. Weil ich mich ändern möchte.
Und der Inhalt dieses Textes, der zeugt doch davon, dass ich bei mir angefangen bin.
Und wenn jeder bei "sich" an fängt, nur ein kleines Stück, nur dann ...
... ja dann könnte sich etwas ändern.
Aber nur dann!
Einen schönen guten Tag.
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Zum Geleit
naim tan, 14:00h
Es gibt viele Arten miteinander zu "sprechen". Sehr bekannt ist dabei das oft flüchtige Gespräch "in" der Stadt oder/und "über" die Stadt, also über aktuelle Themen "in" der Stadt. Üblicherweise als "Stadtgespräch" bezeichnet.
In unserer modernen Zeit gehört dann sicherlich auch das "miteinander" geführte Selbstgespräch (eigentlich ein Widerspruch), weil ich quasi mit mir selber spreche, dabei reflektiere und andere teilnehmen bzw. eingeschränkt über die Kommentare mitsprechen lasse. In diesem Fall in Form eines Blogs.
Ich habe meinen Blog deshalb "Stattgespräche" genannt, weil ich meine Selbstgespräche über Themen aus meiner Stadt hier, "statt" eines richtigen Gespräches führe/ablege.
In diesem Blog möchte ich mich treiben lassen. Ich habe kein Ziel, denn der Weg ist mein Ziel.
Ich freue mich auf dieses kleine Experiment. Ich freue mich auf den stillen Zuhörer/Leser und auf jenen, der mir vom Wegesrand hier und da, hoffentlich tolerant und in angemessenem Ton, etwas zu ruft bzw. kommentiert.
In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Tag.
In unserer modernen Zeit gehört dann sicherlich auch das "miteinander" geführte Selbstgespräch (eigentlich ein Widerspruch), weil ich quasi mit mir selber spreche, dabei reflektiere und andere teilnehmen bzw. eingeschränkt über die Kommentare mitsprechen lasse. In diesem Fall in Form eines Blogs.
Ich habe meinen Blog deshalb "Stattgespräche" genannt, weil ich meine Selbstgespräche über Themen aus meiner Stadt hier, "statt" eines richtigen Gespräches führe/ablege.
In diesem Blog möchte ich mich treiben lassen. Ich habe kein Ziel, denn der Weg ist mein Ziel.
Ich freue mich auf dieses kleine Experiment. Ich freue mich auf den stillen Zuhörer/Leser und auf jenen, der mir vom Wegesrand hier und da, hoffentlich tolerant und in angemessenem Ton, etwas zu ruft bzw. kommentiert.
In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Tag.
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